MMM: Herausforderung für das Marketing, Dr. Markus Jöst, Ogilvy

Vorneweg: Ich, aber auch das Publikum waren vom Vortrag begeistert. Ein wohltuender Abschluss, der die Teilnahmegebühr schon für sich rechtfertigte. Es war der Vortrag, bei dem ich am meisten mitgeschrieben habe. Also, los geht's:
- Um eine Übersicht zu bekommen ist für Planer und Macher die Vogelperspektive von Nöten: Welche Möglichkeiten gibt es.
- Protagonisten sind die Menschen
- Der Kern der Entwicklung: Alles ist digital geworden. Was dahinter steckt ist für den Nutzer sekundär.
- Herausforderung sind die vielen Endgeräte, aber auch die Vielzahl von Anwendungen und Plattformen
- Heute werden nur sehr wenige der Möglichkeiten ausgeschöpft. Kanalspezifische Anwendungen müssen her! Eine Fernsehwerbung in Youtube zu klatschen gilt nicht!
- Entwicklung zum Mitmachweb: Die Verbraucher schalten sich ein.
- Was erwartet der Verbraucher?
- Relevanz
- Authentizität
- 24/7 überall
- Relevanz
- Wie verhält sich der Verbraucher?
- Networking: Meinungen, Tendenzen, Verhaltensweisen verbreiten sich weiter und schneller aus
- Expression: Selbstdarstellung (Blogs, Youtube, ...)
- Involvement
- Networking: Meinungen, Tendenzen, Verhaltensweisen verbreiten sich weiter und schneller aus
- Firmen beginnen die Kontrolle zu verlieren. Das ist das Ende von "Sitz! Fass! Kauf!"
- Consumer is a cat!
- mit wem?
- warum?
- wann?
- wie?
- mit was?
- worüber?
- wie lange?
- mit wem?
- DadaDataAlphaBeta-Modell
- Dada: Konventionen brechen; den Konsumenten durch Andersartigkeit, Besonderheit, durch das Brechen von Regeln, der Nichtbeachtung der "Political Correctness" eine Identifikationsmöglichkeit geben; Beispiele sind das oft zitierte Dove und Ford
- Data: Verbraucher hinterlassen an vielen Berührungspunkten gewollt oder ungewollt Spuren. Das hilft den Kunden besser zu verstehen und ihm maßgeschneiderte Informationen bereit zu stellen. Beispiel Nike mit seinem Nike+. Zur Datenschutzthematik: Permission = Mission. Datenschutz ist ein "Verbotstatbestand mit Erlaubnisvorbehalt.
- Exkurs zu Customer Journey: Es gibt negative und positive Momente in einer Customer Journey. Sämtliche Touchpoints wollen definiert werden: Wie ist die Situation? Welche Informationen und Angebote braucht der Kunde in diesem Moment? In welcher Form und Tiefe? Wie möchte der Kunde angesprochen werden? Über welchen Kanal? Wie kann der Kunde reagieren? Die Erhebung der Daten für eine Customer Journey geschieht durch Sekundäranalysen. Die meisten Unternehmen haben bereits alle notwenigen Daten, sie werden nur nicht genug ausgewertet. Ansonsten müssen solche Informationen zugekauft werden. Wichtig: Es gibt auch unterschiedliche Nutzertypen innhalb einer Journey!
- Alpha: Neudefinition von Zielgruppen. Die Stellung von Personen innerhalb einer Peergroup muss erforscht werden. 20% der Kunden sorgen für 80% der Verkäufe. Stichwort Relationshipmarketing, Brand Advokats (Meinungsführer): Sie sprechen über Erfahrungen, das Internet dient als Multiplikator, es schafft vertrauen zwischen eigentlich anonymen Nutzern. Es gibt unterschiedliche Plattformen für Beeinflusser (sortiert nach Wichtigkeit): Familie, Freunde, Community, Kontakte, Institutionen. 1% der User entwickeln neue Inhalte, 10% setzen sich damit auseinander und 100% lesen sie und profitieren davon.
- Beta: Time to market und Flexibilität sind Trumpf. Früher: Big Launch Days, heute: Continuous Learning. Erst im Einsatz beim Benutzer beginnt das Lernen des Unternehmens! Das Internet ist eine Dauerbaustelle. Beispiel: Google Labs.
- Dada: Konventionen brechen; den Konsumenten durch Andersartigkeit, Besonderheit, durch das Brechen von Regeln, der Nichtbeachtung der "Political Correctness" eine Identifikationsmöglichkeit geben; Beispiele sind das oft zitierte Dove und Ford
Fazit
Ein Vortrag mit neuen Impulsen, toll und authentisch vorgetragen. Ich hätte mir mehr davon gewünscht.
